Willlkommen
Raum der Stille
#ReleaseBahai7Now
Konzert für die Yaran
Iran - Pressestimmen
RUHI- Institut
Bahá'í-Denkmäler
Bahá'í- Geschichte
Bahá'í- Schriften
Zitate - Bahá'í-Religion
Heilige Stätten in Israel
Badi Kalender
Deutsche Gemeinde
Bahá'í- Links
Kontakt
Impressum


In Zusammenarbeit mit der Stadt Viersen und Amnesty International findet das 15. Viersener Konzert zum Tag der Menschenrechte am Samstag, den 09.12.2017 um 20.00 Uhr im Stadthaus Viersen, Rathausmarkt 1, statt. Der Eintrit ist frei.

Das Konzert ist den Bahá'í-Führungspersönlichkeiten im Iran, der sog. Yaran (dt.: Freunde), gewidmet. Aufgrund ihrer Überzeugungen begann am 14. Mai 2017 für sie das zehnte und damit letzte Jahr ihrer unrechtmäßigen Inhaftierung im Iran.

Am 18. September 2017 wurde Frau Mahvash Sabet als erste der sieben Yaran – der ehemaligen Leitungsgruppe der Bahá’í im Iran – nach Erduldung ihrer 10-jährigen unrechtmäßigen Haftstrafe entlassen.

Es sind Frau Fariba Kamalabadi, Herr Vahid Tizfahm, Herr Jamaloddin Khanjani, Herr Afif Naeimi, Frau Mahvash Sabet, Herr Behrouz Tavakkoli und Herr Saeid Rezaie (im Bild von oben links nach rechts und unten von links nach rechts).



Das Konzert beginnt mit Kompositionen von Simon Meyers (Klavier, Geige) und Stephan Meyers (Klavier, Posaune). Das Musikstück "painful time" mit einer Vertonung eines Gebetes von Shoghi Effendi, wurde für die Yaran produziert.

Das Konzert wird mit einem klassischen Teil der beiden berühmten lettischen Musiker Liene Sejane (Querflöte) und Kristaps Grasis (Gitarre) weitergegeführt.

Seit Jahrzehnten schreibt Hugh Featherstone seine Lieder über die Menschenrechte. Viele seiner Produktionen auf Vinyl und CD kreisen um dieses Thema. Nach seinem Lied "Candlelight" entwickelte er die Candlelight- Konzerte für Amnesty International zuerst in Belgien und seit 17 Jahren in Deutschland.
Er wird voraussichtlich von seinem Weggefährten Chris Sichert (Percussion) auch am 10.12.2017 in Eupen/Belgien begleitet werden.

Diesen Konzerten vorangegangen war das Engagement von Frau Dr.  Maisha Grant für die Bahá'í Gemeinde und  Amnesty International. Sie war die Nichte von Miles Davis, wurde endeckt und ausgebildet von Ella Fitzgerald und wurde Bürgerrechtlerin an der Seite Dr. Martin Luther King.


Hintergrund:


Zu dieser Missachtung universeller Menschenrechte zählt die religiöse Verfolgung der Anhänger der Bahá'í-Religion im Iran.

Seit ihrer Entstehung im Jahre 1844 durch den Religionsstifter Báb (1819-1850) und dem nachfolgenden Religionstifter Bahá'u'lláh (1817-1892) fanden Mitte des 19. Jahrhunderts mehr als 20.000 Hinrichtungen von Gläubigen statt. Nach der iranischen Revolution im Jahre 1979 wurden mehr als 200 Bahá'í, darunter die führenden Mitglieder des Nationalen Geistigen Rates der Bahá'í im Iran, ermordet. Die Anhänger der Bahá'í-Religion stellen die größte religiöse Minderheit im Iran dar. In der iranischen Gesellschaft leben so viele Bahá'í wie iranische Juden Christen und Zoroastrier zusammen. Sie betreiben keine Politik und verhalten sich loyal. Entgegen aller Versprechen hat sich auch nach dem Amtsantritt des Präsidenten Hassan Rouhani die Menschenrechtslage gegenüber den Bahá'í im Iran in den letzten Jahren weiter verschlechtert, da sich die Haltung von Ayatollah Ali Chamenei, dem Nachfolger von Ayatollah Khomeini, keineswegs geändert hat.

Die Stärke der Hass-Propaganda gegen die Bahá'í im Iran ist auch daran zu erkennen, dass von Januar 2014 bis August 2015 mehr als 7000 Presseartikel gegen die Bahá'í in den staatlichen Medien erschienen.

Ein Bericht der Baha’i International Community (BIC) von Oktober 2016 weist auf einen steilen Anstieg von Hasspropaganda gegen die Bahá’í in den offiziellen oder halboffiziellen iranischen Medien. Die BIC listet darin mehr als 20.000 Fälle von Anti-Baha’i-Propaganda innerhalb der letzten drei Jahre auf. In diesem Zusammenhang wurde aufgezeigt, dass seit 2005 über 50 Baha’i tätlich angegriffen wurden. Keiner der Täter ist strafrechtlich verfolgt oder anderweitig zur Rechenschaft gezogen worden. Weiterhin kamen im gleichen Zeitraum mindestens neun Baha’i unter ungeklärten Umständen zu Tode. Ihre Mörder genießen bis heute gleichfalls Straffreiheit.

Am 26. September 2016 wurde Herr Farhang Amiri, Familienvater von vier Kindern, in Yazd, Iran, vor seinem Haus wegen seiner Religionszugehörigkeit als Bahá'í ermordet.


Weitergehende Informationen geben wir gerne über unsere Kontaktseite oder sie finden sich im Internet unter den Web-Seiten der Stadt Viersen, den englischsprachigen Web-Seiten  der Internationalen Bahá'í-Gemeinde BIC und den Web-Seiten des Büros für Außenbeziehungen in Berlin der Deutschen Bahá'í-Gemeinde K.d.ö.R