Bahá'í-Konzerte zum Tag der Menschenrechte
Von 2002-2021 veranstaltete die Bahá'í-Gemeinde mit der Stadt Viersen und Amnesty International 19 Konzertveranstaltungen zum Internationalen Tag der Menschenrechte. Hierbei wurde im Besonderen auf die zunehmenden Verfolgungen der Bahá'i im Iran hingewiesen. Beim letzten Konzert wurde nochmals dargelegt, dass Entwicklung, Sicherheit und Ruhe auf Dauer nur möglich sind, wenn universal geltende Grundsätze für Menschenrecht und Menschenwürde angewendet werden.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat in einem globalen Bericht im Jahre 2025–über Intoleranz und Gewalt aufgrund von Religion oder Weltanschauung die Verfolgung der Bahá’í im Iran als eines der weltweit gravierendsten Menschenrechtsprobleme bezeichnet, vgl. https://iran.bahai.de.
Zur Missachtung universeller Menschenrechte zählt im Besonderen die religiöse Verfolgung der Anhänger der Bahá'í-Religion im Iran. Seit ihrer Entstehung im Jahre 1844 durch den Religionsstifter Báb (1819-1850) und dem nachfolgenden Religionstifter Bahá'u'lláh (1817-1892) fanden Mitte des 19. Jahrhunderts mehr als 20.000 Gläubige aufgrund ihrer Überzeugungen den Tod. Nach der iranischen Revolution im Jahre 1979 wurden mehr als 200 Bahá'í, darunter die führenden Mitglieder des Nationalen Geistigen Rates der Bahá'í im Iran, ermordet. Die Anhänger der Bahá'í-Religion stellen die größte religiöse Minderheit im Iran dar. In der iranischen Gesellschaft leben so viele Bahá'í wie iranische Juden, Christen und Zoroastrier zusammen. Sie betreiben keine Politik und verhalten sich loyal.
Die Stärke der Propaganda gegen die Bahá'í im Iran war auch daran zu erkennen, dass von Januar 2014 bis August 2015 mehr als 7000 Presseartikel gegen die Bahá'í in den staatlichen Medien erschienen. Ein globaler Bericht der Baha’i International Community (BIC) von Oktober 2016 wies auf einen steilen Anstieg von Hasspropaganda gegen die Bahá’í in den offiziellen oder halboffiziellen iranischen Medien. Die BIC listet darin mehr als 20.000 Fälle von Anti-Baha’i-Propaganda innerhalb von drei Jahren auf. Weitergehende Informationen geben die englischsprachigen Web-Seiten der Bahá'í International Community (BIC) und die Web-Seiten des Büros für Außenbeziehungen in Berlin der Deutschen Bahá'í-Gemeinde K.d.ö.R. Historische Hintergrundinformationen finden Sie im folgenden Archiv der Internationalen Bahá'í-Geinemde unter https://iranbahaipersecution.bic.org/
Bei der 19-jährigen Viersener Konzertreihe waren als Musiker Hugh Featherstone, Liene Sejane, Kristaps Grasis, Simon Meyers und Stephan Meyers vertreten.
Dem vorausgegangen war das Engagement von Dr. Maisha Grant für die Bahá'í Gemeinde Mönchengladbach und Amnesty International im Bezirk Linker Niederrhein. Dr. Maisha Grant war die Nichte von Miles Davis, wurde entdeckt und ausgebildet von Ella Fitzgerald und setzte sich in den USA an der Seite von Dr. Martin Luther King für Bürgerrechte ein.
Gebet von Shoghi Effendi - painful time